Schulpolitik

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Kantonale Volksabstimmung Initiative Klassengrösse und Gegenvorschlag am Sonntag 30. November 2014

Die EVP Kanton Zürich lanciert die Initative "Mehr Qualität im Unterricht dank kleinerer Klassen" Initiative Klassengrösse:
• Die maximale Klassengrösse soll auf allen Stufen 20 Schülerinnen und Schüler nicht übersteigen.

Der Gegenvorschlag beantragt zusätzliche Ressourcen für belastete Schulen bereit zu stellen, um dort zu löschen wo es wirklich brennt

PRO

http://www.klassengroesse.ch/

zu hoch:Zurzeit gilt für die obere Klassengrösse eine Richtzahl von 25 Schülerinnen und Schüler, wobei es meist drei mehr sein müssen, bis eine Klasse geteilt wird. Dieser unverbindliche Richtwert ist zu hoch und muss durch eine verbindliche Obergrenze ersetzt werden.

mehr Zeitaufwand:Individualisierendes Lernen, weitgehende Aufhebung der Sonderklassen und Schulung aller Schulkinder in Regelklassen, Teamteaching im Klassenzimmer und kommunikativer Fremdsprachenunterricht erforderne einen höheren zeitlichen Aufwand für die einzelnen Schülerinnen
und Schüler.

Entlastung:Der Lehrerberuf muss wieder attaktiver werden mit geeigneten Entlastungsmassnahmen. Die kurze Verweildauer der Lehrpersonen im Beruf von durchschnittlich 5 Jahren ist besorgniserregend.

KONTRA

http://www.nzz.ch/meinung/debatte/contra-paedagogisch-nahezu-wirkungslos...

wirkungslos: Die Klassengrösse ist für Unterricht, Disziplin, Wohlbefinden und Schulleistungen der Kinder von untergeordneter Bedeutung, zumindest im Kanton Zürich, wo bereits heute mehr als 90 Prozent der Klassen 23 oder weniger Schülerinnen und Schüler umfassen.

teuer: Die Beschränkung der Klassengrösse auf 20 Kinder ist nicht nur teuer, sie ist auch ungerecht. Durch die Anwendung des Giesskannenprinzips wird verhindert, dass die Mittel dort eingesetzt werden, wo sie gebraucht werden: in Klassen mit schwierigen Lehr-Lern-Bedingungen. Hier setzt der Gegenvorschlag ein.

starr: Die starre Höchstzahl von 20 Kindern pro Klasse wird bei Annahme im Schulalltag zu Umsetzungsproblemen führen. Klassen müssten unter Umständen jedes Jahr neu gebildet und einzelne Schülerinnen und Schüler in andere Schulhäuser umgeteilt werden. Dadurch würde die Kontinuität in den Beziehungen zwischen den Lehrpersonen und ihren Schülerinnen und Schülern sowie innerhalb des Klassenverbandes erschwert.

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